Tag: 2024

  • Weihnachtliche Grüße 2024

    Weihnachtliche Grüße 2024

    In den diesjährigen Weihnachtsgrüßen von Pater Heribert Niederschlag SAC am Grab von Pater Franz Reinisch in Vallendar spricht er über den in diesem Jahr seliggesprochenen Max Josef Metzger und über Dietrich Bonhoeffer. Sie mussten wie Franz Reinisch unter unmenschlichen Umständen leiden, aber waren trotzdem von der Hoffnung auf Jesus Christus getragen. So wurden sie zu Zeugen für ihre Mitmenschen.

  • Entscheidungen haben Konsequenzen

    Entscheidungen haben Konsequenzen

    Im Frühjahr 1942 wird Franz Reinisch in die Wehrmacht eingezogen. Als Soldat muss er den Fahneneid auf Adolf Hitler leisten. Nun wird es ernst für Franz Reinisch, denn er kann einen solchen Eid nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Für ihn beginnt eine lange Zeit der Prüfung und des Leidens, in der er erfährt, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen einem Vorsatz und der tatsächlichen Umsetzung mit allen Konsequenzen…

  • 44. Tag der Männer in Oberkirch

    44. Tag der Männer in Oberkirch

    Gut besucht war der „44. Tag der Männer” auf Marienfried im badischen Oberkirch, der von den Schönstatt-Männern der Erzdiözese Freiburg und dem Katholischen Männerwerk organisiert wurde. Professor Werner Münch (Freiburg) und Pater Dr. Heribert Niederschlag SAC (Vallendar) haben mit ihren eindrucksvollen Referaten den Männern wichtige Impulse mit auf den Weg gegeben. 

    Am Vormittag sprach Professor Dr. Werner Münch aus Freiburg zu den 90 anwesenden Männern über das anspruchsvolle Thema “Herausforderungen an uns Christen in Kirche, Politik und Gesellschaft”. Er machte deutlich, dass heutzutage vielfach das zur Glaubensvermittlung benötigte Glaubenswissen und die Bereitschaft zum Eintreten für den christlichen Glauben abhandengekommen ist. Diese sind aber besonders wichtig, weil gläubige Christen bei Diskussionen über gesellschaftliche Fragen nicht schweigen dürfen, denn Staat und Gesellschaft brauchen den Dialog mit der Kirche. Professor Münch machte sich stark für den Lebensschutz und betonte: Wer sich zur Nachfolge Christi bekennt, kann nicht mit großer Zustimmung der Welt rechnen. Christen müssen bereit sein, den ihnen erteilten missionarischen Auftrag zu verwirklichen.

    Am Nachmittag wurde im Impulsreferat “Franz Reinisch – eine Gewissensentscheidung“ von Pater Dr. Heribert Niederschlag SAC deutlich, welche starke Überzeugung Pater Franz Reinisch hatte. Er hielt für den christlichen Glauben seinen „Kopf“ hin. Den Fahneneid auf Hitler hat er abgelehnt und dafür wurde er ermordet. Reinisch war eine kantige und feste Persönlichkeit, er berief sich auf sein Gewissen und blieb ihm treu bis zum Tod. Im Gewissen erfährt der Mensch eine Art Kompass, der ihn unabhängig macht von den Strömungen des Zeitgeistes. Dieser Kompass lenkt ihn trotz möglicher innerer Ängste in eine Richtung, die ihm einerseits Freiheit verheißt, andererseits Verantwortung von ihm einfordert. Reinisch setzte alles auf die Karte seiner Berufung. Wenn man Umfragen trauen kann, verweigern sich immer mehr Menschen der unbedingten Verpflichtung und begnügen sich mit freundlicher Unverbindlichkeit. Von festen Überzeugungen, für die man einzustehen bereit ist, leben nicht nur Gruppen und Gemein­schaften, sie sind auch die unabdingbare Voraussetzung für das Glück des Einzelnen, damit sich Verlässlichkeit, Wahrhaftigkeit, Treue und Zivilcourage in Alltagsentscheidungen umsetzen lassen. Das Gewissen verpflichtet nicht nur auf sittliche Werte, sondern letztlich auf die Originalität der eigenen Persönlichkeit.

    Der Männertag fand mit der gemeinsamen Eucharistiefeier einen würdigen Abschluss.

    Wir danken allen Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung des 44. Männertags. Besonderer Dank geht an den Diözesanverantwortlichen der Schönstatt-Männer, Manfred Schemel, an Standesleiter Pfarrer Michael Dafferner, und an den Diözesanvorsitzenden des Katholischen Männerwerks Freiburg, Johannes Hauger.

  • Impuls zur Beziehung von Franz Reinisch und Vinzenz Pallotti

    Impuls zur Beziehung von Franz Reinisch und Vinzenz Pallotti

    Am 22. Januar feiern wir das Fest des Heiligen Vinzenz Pallotti. Er gründete die Gemeinschaft der Pallottiner, in die Franz Reinisch kurz nach seiner Priesterweihe eintrat. Vinzenz Pallotti machte es sich zur Aufgabe, Männer und Frauen aus allen Schichten um sich zu sammeln und sie zu befähigen, als “Apostelinnen und Apostel” in ihrem Alltag zu wirken. Dieser Gedanke faszinierte auch Franz Reinisch…

  • Gedenkfeier 2024 in Vallendar

    Gedenkfeier 2024 in Vallendar

    Gut gefüllt war am Abend des 25. Augusts 2024 der Platz vor dem Grab von Pater Franz Reinisch direkt beim Urheiligtum in Vallendar-Schönstatt. Die Menschen haben sich versammelt, um des „Märtyrers der Gewissenstreue“ zu gedenken und auf seine Fürsprache ihre Anliegen vor Gott zu tragen. Zur Einstimmung sangen Schwester M. Tabea Platzer und Schwester M. Kinga Balázs, die die Andacht auf eindrucksvolle Weise musikalisch begleiteten, das Lied „Nimm mein Herz“ von Raphael Schadt und Abdiel Jiménez. Nach einer kurzen Begrüßung von P. Heribert Niederschlag SAC und einem Gebet, wurde ein Abschnitt aus dem „Tagebuch aus dem Gefängnis“ vorgelesen. Es enthält Gedanken von Pater Franz Reinisch, die er während seiner Gefangenschaft in Berlin-Tegel darin festhielt. Darauf folgte ein weiteres Lied der Musikerinnen mit dem Titel „Du bist mein Gott“, dessen Text P. Heinrich Hamm SAC nach Vinzenz Pallottis Tagebuch verfasste.

    Die Ansprache an diesem Abend hielt Dr. Adalbert Kordas OFMConv, der sich viele Jahre als Vizepostulator im Seligsprechungsprozess für Franz Reinisch engagierte. P. Kordas erinnerte an das Lebenszeugnis dieses Märtyrers, der sich der Stimme Gottes in seinem Innern mehr verpflichtet fühlte als dem äußeren Druck durch die Nazis und vieler seiner Zeitgenossen. Franz Reinisch steht für kompromisslose Wahrhaftigkeit, die nur gelebt werden kann in einer authentischen Treue zu sich selbst. Zur Wahrhaftigkeit, die für P. Franz Reinisch ein lebendiges Bekenntnis für Christus ist, gelangen wir Christen nur über die göttlichen Tugenden des Glaubens und der Liebe.

    Im Anschluss daran sangen die Musikerinnen das Reinisch-Lied „Du bist das große Zeichen“ auf Spanisch in der lebhaften Melodie von R. Bernet. Franz Reinisch hat den Text in seiner Gefängniszelle wenige Tage vor seinem Tod verfasst. Nach dem gemeinsamen Gebet um die Seligsprechung von P. Franz Reinisch erklang ein Magnifikat-Gesang nach einer Melodie von Elisabeth Neiser. Den Abschluss dieser würdigen Gedenkfeier bildeten der Abendsegen und das gemeinsam gesungene „Salve Regina“.