Category: Veranstaltungen

  • Neues Theaterstück über Franz Reinisch

    Neues Theaterstück über Franz Reinisch

    In Innsbruck wird ab Samstag, den 7. März 2026, im Westbahntheater ein neues Theaterstück über Franz Reinisch aufgeführt.

    “Vom Altar in die Arena” – so nennt sich das neue Werk von Regisseur Bernhard J. Lang, das die letzten Wochen im Leben von Franz Reinisch behandelt.
    In der Beschreibung des Theaters heißt es: “Vom Altar in die Arena ist mehr als ein historisches Porträt. Es ist ein Spiegel für uns: für eine Gesellschaft, die im Rückblick urteilt, während andere im Sturm der Zeit Entscheidungen treffen mussten. Ein Stück über Mut, Gewissen und die unbequeme Frage: Wie standhaft wäre unser Mut, wenn es wirklich darauf ankommt?”

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    https://westbahntheater.at/project/altar-in-die-arena/

    Vorstellungen:
    07./13./14./*15./21./*22./27./28./*29. März 2026
    Beginn jeweils 20 Uhr; *an Sonn- und Feiertagen jeweils 19 Uhr

    Regie: Bernhard J. Lang
    Ausstattung: Mirjam Miller
    Lichtdesign: Beto de Christo
    Künstlerische Mitarbeit: Sara Hochgruber, Sonja Rudolf

    Es spielen:
    Andrea Praxmarer
    Sonja Rudolf
    Michaela Schalk
    Stefan Jakubitzka
    Markus Pinter
    Peter Rittinger
    Peter Schumacher
    Dieter Seelos
    Martin Strele

  • 44. Tag der Männer in Oberkirch

    44. Tag der Männer in Oberkirch

    Gut besucht war der „44. Tag der Männer” auf Marienfried im badischen Oberkirch, der von den Schönstatt-Männern der Erzdiözese Freiburg und dem Katholischen Männerwerk organisiert wurde. Professor Werner Münch (Freiburg) und Pater Dr. Heribert Niederschlag SAC (Vallendar) haben mit ihren eindrucksvollen Referaten den Männern wichtige Impulse mit auf den Weg gegeben. 

    Am Vormittag sprach Professor Dr. Werner Münch aus Freiburg zu den 90 anwesenden Männern über das anspruchsvolle Thema “Herausforderungen an uns Christen in Kirche, Politik und Gesellschaft”. Er machte deutlich, dass heutzutage vielfach das zur Glaubensvermittlung benötigte Glaubenswissen und die Bereitschaft zum Eintreten für den christlichen Glauben abhandengekommen ist. Diese sind aber besonders wichtig, weil gläubige Christen bei Diskussionen über gesellschaftliche Fragen nicht schweigen dürfen, denn Staat und Gesellschaft brauchen den Dialog mit der Kirche. Professor Münch machte sich stark für den Lebensschutz und betonte: Wer sich zur Nachfolge Christi bekennt, kann nicht mit großer Zustimmung der Welt rechnen. Christen müssen bereit sein, den ihnen erteilten missionarischen Auftrag zu verwirklichen.

    Am Nachmittag wurde im Impulsreferat “Franz Reinisch – eine Gewissensentscheidung“ von Pater Dr. Heribert Niederschlag SAC deutlich, welche starke Überzeugung Pater Franz Reinisch hatte. Er hielt für den christlichen Glauben seinen „Kopf“ hin. Den Fahneneid auf Hitler hat er abgelehnt und dafür wurde er ermordet. Reinisch war eine kantige und feste Persönlichkeit, er berief sich auf sein Gewissen und blieb ihm treu bis zum Tod. Im Gewissen erfährt der Mensch eine Art Kompass, der ihn unabhängig macht von den Strömungen des Zeitgeistes. Dieser Kompass lenkt ihn trotz möglicher innerer Ängste in eine Richtung, die ihm einerseits Freiheit verheißt, andererseits Verantwortung von ihm einfordert. Reinisch setzte alles auf die Karte seiner Berufung. Wenn man Umfragen trauen kann, verweigern sich immer mehr Menschen der unbedingten Verpflichtung und begnügen sich mit freundlicher Unverbindlichkeit. Von festen Überzeugungen, für die man einzustehen bereit ist, leben nicht nur Gruppen und Gemein­schaften, sie sind auch die unabdingbare Voraussetzung für das Glück des Einzelnen, damit sich Verlässlichkeit, Wahrhaftigkeit, Treue und Zivilcourage in Alltagsentscheidungen umsetzen lassen. Das Gewissen verpflichtet nicht nur auf sittliche Werte, sondern letztlich auf die Originalität der eigenen Persönlichkeit.

    Der Männertag fand mit der gemeinsamen Eucharistiefeier einen würdigen Abschluss.

    Wir danken allen Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung des 44. Männertags. Besonderer Dank geht an den Diözesanverantwortlichen der Schönstatt-Männer, Manfred Schemel, an Standesleiter Pfarrer Michael Dafferner, und an den Diözesanvorsitzenden des Katholischen Männerwerks Freiburg, Johannes Hauger.

  • Vortrag über Franz Reinisch

    Vortrag über Franz Reinisch

    Am 17. Oktober 2023 sprach P. Dr. Heribert Niederschlag SAC im Zisterzienserkloster Bochum Stiepel zum Thema: “Franz Reinisch – Märtyrer des Gewissens?”

    Hier können Sie sich den interessanten und ergreifenden Vortrag anschauen:

  • Studientag des Pallottiinstituts

    Studientag des Pallottiinstituts

    Gesichter der Vergangenheit und ihre Botschaft für heute

    Studientag des Pallotti-Instituts fokussiert richtungsweisende Persönlichkeiten

    Am Samstag, den 23. Juni 2018, beleuchtete der Studientag des Pallotti-Instituts der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar die Biografien fünf bedeutender Persönlichkeiten: Josef Kentenich SAC, Josef Engling, Richard Henkes SAC, Franz Reinisch SAC und Mutter Rosa Flesch. Rund 50 Teilnehmer versammelten sich im Richard-Henkes-Saal, um die richtungsweisenden Botschaften dieser “Gesichter der Vergangenheit” zu ergründen.

    Josef Kentenich SAC: Liebe, die vieles wagt

    Pater Josef Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, widmete sein Leben der religiösen Persönlichkeitsbildung. Kurz nach seiner Priesterweihe 1910 begann er als Spiritual im Studienheim Vallendar, wo er 1914 eine Marianische Kongregation gründete. Kentenich betonte, dass Heiligkeit nicht im Außergewöhnlichen liegt, sondern im Kampf mit den eigenen Stärken und Schwächen. Seine tiefe Marienverehrung prägte die Schönstattbewegung, besonders durch das Bild der “Dreimal wunderbaren Mutter”, das für ihn ein Symbol des Gleichgewichts und der spirituellen Inspiration darstellte.

    Josef Engling SAC: Liebe, die sich im Krieg bewährt

    Josef Engling, Schüler und Anhänger Kentenichs, entwickelte während seiner Zeit im Studienheim eine tiefe Bindung an Maria. Während des Ersten Weltkriegs schrieb er Briefe und führte ein geistliches Tagebuch, das seine Selbsthingabe dokumentiert. Engling wollte jungen Menschen helfen, ihr Leben durch Selbsterziehung zu gestalten. Er starb 1918 mit nur 20 Jahren im Krieg, bleibt jedoch durch seine Tagebuchnotizen und Briefe eine Inspiration für viele Gläubige.

    Richard Henkes SAC: Liebe, die zum Lebensopfer wird

    Pater Richard Henkes, ein Mitstudent von Josef Engling, stellte sich mutig gegen das NS-Regime. Seine Predigten brachten ihm 1943 die Inhaftierung im KZ Dachau ein, wo er Typhuskranke pflegte und sich selbst infizierte. Er starb 1945 an den Folgen seiner Hingabe. Sein bekanntes Zitat “Einer muss ja die Wahrheit sagen” steht für seinen unermüdlichen Einsatz für Wahrheit und Nächstenliebe. Auch seine Bemühungen um deutsch-tschechische Versöhnung wirken bis heute nach.

    Franz Reinisch SAC: Widerstand bis zum Tod

    In Vallendar-Schönstatt fand der Tiroler Pallottiner-Pater Franz Reinisch seine spirituelle Heimat. Sein Gewissen verbat es ihm, den Fahneneid auf Hitler zu leisten. Eine einsame Entscheidung, die er in der Kapelle von Schönstatt fällte und die ihn am 21. August 1942 auf das Schafott brachte. Am 28. Mai 2013 wurde in Trier der Seligsprechungsprozess für P. Franz Reinisch offiziell eröffnet. Als Postulator dieses Prozesses fungiert P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, der die Teilnehmer des Studientages zunächst in die Biografie seines mutigen Mitbruders einführte.

    Franz Reinisch kam am 1. Februar 1903 als zweites Kind einer österreichischen Beamtenfamilie in Feldkirch zur Welt. Er besuchte eine Franziskanerschule. Zunächst studierte er Jura in Innsbruck und Gerichtsmedizin in Kiel. In Kiel fasste er den Entschluss, Priester zu werden. 1923 begann er das Studium der Theologie und Philosophie. Zwei Jahre später trat er in das Priesterseminar in Brixen ein. Dort schloss er rasch Freundschaft mit dem Pallottinerpater Richard Weickgenannt SAC. Über ihn kam er nach seiner Priesterweihe 1928 zu den Pallottinern. Am 3. November 1928 trat er in das Noviziat in Untermerzbach ein. Nach seiner Profess wirkte er als Lektor der Philosophie in Untermerzbach und in der Jugenderziehung in Augsburg. Dort lernte er die Bewegung von Schönstatt mit ihrer warmherzigen Marienverehrung und ihrem von Vinzenz Pallotti her kommenden missionarischen Schwung kennen. P. Reinisch war sehr angetan von dem was er aus Texten erfuhr und bei seinem ersten Besuch in Schönstatt erlebte. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam eine neue Herausforderung in P. Reinischs Leben als Mensch und Priester. Er bezog klar Stellung gegen deren menschenverachtende Ideologie und suchte in seinen Predigten und Vorträgen die Konfrontation mit den Machthabern. 1940 wurde er daher von der Gestapo mit einem Predigt- und Redeverbot für das Gebiet des gesamten Deutschen Reiches belegt. Als er am 7. April 1942 die Einberufung zur Wehrmacht erhält, steht sein Entschluss fest: Er wird auf Adolf Hitler keinen Eid ablegen. Er ging ganz bewusst zu spät zu seiner Einberufung, verweigerte den Fahneneid, kam in Haft und wurde vor das Reichskriegsgericht gestellt. Wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ wurde P. Reinisch zum Tode verurteilt und mit dem Fallbeil hingerichtet. P. Franz Reinisch war ein Mensch, „der immer aufs Ganze geht“, wie er dem Wehrmachtspfarrer im Gefängnis lächelnd gestand. In seinem Kampf für seinen Glauben und gegen die Unrechtsherrschaft der Nationalsozialisten war er bereit, auch den eigenen Tod in Kauf zu nehmen.

    P. Franz Reinisch hätte, anders als Edith Stein und auch anders als P. Maximilian Kolbe, sein Todesschicksal wenden können. Noch bis zu seinem Hinrichtungstag wäre es ihm möglich gewesen, den Fahneneid doch zu leisten und somit sein Todesurteil abzuwenden. Doch mit allem Nachdruck betont Reinisch, auch seinen Oberen gegenüber, dass der eingeschlagene Weg für ihn Gottes Wille sei. Was er an Schaden von der Gesellschaft habe abwenden können, habe er im Voraus zu beseitigen versucht. Darum liege die Verantwortung nur bei ihm. Im Spannungsfeld von Freiheit und kirchlicher Autorität tritt Reinisch entschieden für den Vorrang der freien Gewissensentscheidung ein.

    Mutter Rosa Flesch: Liebe trotz Leid

    Die selige Rosa Flesch, Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, widmete ihr Leben den Armen. Trotz Armut und persönlichem Leid baute sie eine Ordensgemeinschaft auf, die soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen betrieb. Nach ihrer Absetzung als Generaloberin wurde sie verleumdet und ins Exil geschickt, bewahrte jedoch ihre Liebe und Vergebung bis zum Tod. Ihr Lebenswerk bleibt ein Symbol für Versöhnung und soziale Verantwortung.